Vote Now Tour

Am 25. März 2018 hatte die Berner Bevölkerung die Möglichkeit, den Grossen Rat neu zu wählen. Aus eigener Erfahrung war uns bewusst, dass in den Schulen ein Defizit herrscht bei der Vermittlung von Wissen zu kommunalen und kantonaler Politik und deren Prozesse. Da es uns aber wichtig ist, dass junge Menschen ihre Partizipationsmöglichkeiten nutzen, haben wir uns zum Ziel gesetzt, dieses Defizit etwas auszugleichen. In vier Gemeinden im ganzen Berner Oberland haben wir Aktionen organisiert, um auf die Grossratswahlen aufmerksam zu machen. In Thun und Spiez veranstalteten wir eine Standaktion, unterstützt von jungen lokalen Künstlern und Jungpolitikern. In Interlaken war geplant, das Wählen mit einem sozialen Anlass im Rahmen eines Beer’n’Vote zu verbinden. Aufgrund organisatorischer Probleme mit den Behörden konnte dieser Anlass aber nicht durchgeführt werden. Als Ausgleich unterstützten wir ein überparteiliches Wahlcafé in Thun. Als Höhepunkt der Tour zeigten wir im Kino Brienz den Film „Lasst die Alten sterben“ mit anschliessender Diskussion über das Thema Junge in der Politik, Teilnehmer waren lokale Jungpolitiker sowie der Regisseur des Filmes, Juri Steinhart. In Zusammenarbeit mit dem Jugendparlament Kanton Bern veranstalteten wir als Abschluss der Tour einen Anlass im Rathaus Bern. Dort wurden wir von der Grossratspräsidentin Ursula Zybach begrüsst und konnten bei einem Apéro spannende Gespräche und hitzige Diskussionen führen.

Junge Menschen für Politik zu begeistern kann ganz schön schwer sein. Mit unseren Standaktionen wollten wir in einem lockeren Rahmen unsere Zielgruppe ansprechen und sie unter anderem auch mit Auftritten von lokalen Musikern anlocken. Solche Anlässe sind besser geeignet, um Leute zu erreichen, welche noch nicht oder kaum politikbegeistert sind. Im Kino Brienz, aber auch im Rathaus hatten die meisten Besucher*innen schon einen Bezug zur Politik. An einen politischen Anlass zu gehen, scheint für einige eine sehr grosse Schwelle zu sein und diese Leute kann man einfacher erreichen, wenn man sie direkt auf der Strasse anspricht.

Mit der ganzen Tour setzten wir ein Zeichen, dass wir Junge da sind, eine Meinung haben und gehört werden wollen, denn auch die junge Generation sollte in der Politik vertreten sein.

  25.03.2018   admin



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