Text und Bild: Watson, 31.März 2017,

Seit die Interlakner Skater keinen eigenen Park mehr haben, rollen sie auf betonierten Schulanlagen hin und her. Weil den Anwohnern der Lärm zu viel wurde, gilt ab morgen ein Verbot. Jugendliche fühlen sich vertrieben – und rufen zum Widerstand auf.

Müsste man für die Schweiz einen Durchschnitts-Wert angeben, man könnte getrost die Gemeinde Interlaken nennen. Die Einwohnerzahl von 5700 Menschen: Durchschnitt. Interlaken ist weder städtisch noch ländlich, der Gemeinderat ist gutbürgerlich, der Ausländeranteil mit 20 Prozent ebenfalls: durchschnittlich. Und keine Gemeinde stimmt so oft genau gleich ab wie die Mehrheit der Schweizer. Interlaken ist, was sein Slogan verspricht: «Pure Switzerland».

Doch es geht ein Riss durch die Durchschnitts-Schweiz.

Hier die gutbürgerlichen Gartenpfleger, die nach Ruhe sinnen und Veränderungen verwünschen. Da die skatende Jugend, die sich je länger je mehr an den Rand gedrängt fühlt.

Seit der einzige Skatepark der Region 2011 geschlossen wurde, weichen Skater auf die Schulanlagen aus. Zahlreiche Anwohner der Schulhäuser haben sich inzwischen beschwert, weil sie sich durch den Lärm belästigt fühlten. Die Konsequenz wird ab morgen spürbar sein. Denn ab morgen darf in Interlaken niemand mehr auf Schulanlagen der Kindergärten und Volksschulen Velo oder Skateboard fahren. So lautet der Beschluss der Änderung zum Polizeireglement des Grossen Gemeinderats vom vergangenen Dienstag.

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